Ein Traum wurde war

Die 126. Auflage des legendären Boston Marathon war der Hammer. Eine ganz besondere Erfahrung und hat alles was ich bisher bei den Marathons erlebt habe übertroffen. Ich war einer unter den knapp 30.000 Teilnehmern. In 4 Wellen wurden wir am morgen früh mit den gelben Schulbussen vom Zielbereich zum Start transportiert.

Nach knapp 1 Stunde Fahrt, hatten wir dann das riesige Athletendorf erreicht.

Kurz vor dem Start in Hopkinton wurde, wie nicht anders von den Amerikanern erwartet, die Nationalhymne vorgetragen.

Danach flogen noch 2 Militärmaschinen über die Startblöcke.

Gänsehaut pur!

Nach dem Start ging es gleich ‚bergab‘. Oft sind die ersten Kilometer in einem Marathon die schnellsten, aber nicht dieses Mal. Der 1.Kilometer war mein langsamster auf der ganzen Strecke. Bei 8.000 Läufern, die in der 1.Welle losgelassen wurden, gab es kaum Möglichkeiten zu überholen. Und wenn eine Gelegenheit da war, musste ich Umwege in Kauf nehmen. Geschadet hat es mir auf alle Fälle nicht.

Während der ganzen Strecke wirst du von Zuschauern angefeuert. Die Strecke an sich ist nicht ganz einfach zu laufen. Obwohl es über die 42,195 km in Summe ein Nettogefälle hat, ist es immer ein leichtes Auf und Ab bis ca. Kilometer 28. Da kommen dann berüchtigten Newtonhills, wo am Ende von 3 Hügeln, zwischen Kilometer 33 bis 34, der Heartbreak Hill wartet. Ein 600 Meter Anstieg, der es nochmal so richtig in sich hat. Danach geht es mit mehr oder weniger Gefälle Richtung Ziel.

Trotz dieser selektiven Strecke konnte ich meine persönliche Bestzeit auf 2:50:31 verbessern und wurde somit 88 in meiner Altersklasse, 3. Bester Österreichischer Teilnehmer (47 Österreicher waren gemeldet), 1377 bei den Männer, 1451 gesamt.


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