Bericht zum TCS New York City Marathon 2024
Am 3. November 2024 durfte ich beim New York Marathon ein weiteres Mal starten und konnte erneut das Ziel erreichen – nur drei Wochen nach dem erfolgreichen Chicago Marathon – und das in einer Zeit von 2:59:06.
Der Marathon-Tag begann schon sehr früh: um 3:45 Uhr klingelte der Wecker, und um 4:15 Uhr holten wir die Freunde meiner Schwester ab, um gemeinsam nach Midtown Manhattan zu fahren. In Manhattan warteten bereitgestellte Busse, die uns zum Startgelände brachten. Dort angekommen, erkundete ich zuerst das Startdorf und stärkte mich mit einem Kaffee und einem Bagel. Nach und nach bereitete ich mich auf den Marathon vor: umziehen, überflüssige Kleidung spenden und schließlich die eigene Startwelle und den zugewiesenen Startblock aufsuchen, natürlich mit einigen Toilettenpausen😊.
Der New York Marathon ist in drei Startfarben unterteilt: Orange, Blau und Pink. Während Orange und Blau auf der oberen Ebene der Verrazano-Narrows Bridge starten, beginnt die Pink-Gruppe auf der unteren Ebene. Dieses detailreiche Startsystem verleiht dem Marathon seinen ganz eigenen Charakter und sorgt so für einen reibungslosen Ablauf trotz der großen Teilnehmerzahl.
Die Bedingungen waren fast ideal. Der Startpunkt auf der Verrazano-Narrows Bridge in Staten Island gab jedem Läufer einen fantastischen Blick auf die Skyline, während auf dem Wasser die Feuerwehrboote mit imposanten Fontänen ihren Respekt den Läufern zeigten. Danach ging es direkt nach Brooklyn, wo die Begeisterung der Zuschauer zum ersten Mal besonders intensiv zu spüren war. Die dichte Menge, die dich zum Teil mitten auf der Strecke anfeuerten, und das stimmungsvolle New Yorker Publikum (über 2 Millionen Zuschauer) sorgten für unvergessliche Motivation entlang der Route für die über 55.000 Läufer. Nach Brooklyn führte die Strecke weiter durch Queens, dann über die berühmte Queensboro Bridge nach Manhattan und schließlich in die Bronx, bevor es nach der insgesamt fünften Brücke auf die letzten Kilometer durch Manhattan und hinein in den Central Park ging. Hier warteten zum Schluss noch kleine, zu diesem Zeitpunkt (Kilometer 36) jedoch sehr anspruchsvolle und hügelige Steigungen. Nach all den Schlaglöchern und Kanaldeckel, Brücken und fast 300 Höhenmeter entlang der Strecke, hieß es somit am Ende nochmals die Zähne zusammenbeißen und die „Zitrone auspressen“.
Die spürbare Energie der Zuschauer hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ich das Ziel erneut erreichte. Die Strecke durch die fünf New Yorker Stadtbezirke stellte mich noch einmal vor große Herausforderungen mit einem hervorragenden und mit dieser Endzeit unerwarteten Saisonabschluss.
Meine Familie hat mich dieses Mal begleitet, direkt vor Ort unterstützt und mich auf den letzten Kilometer nochmals so richtig angefeuert. So konnte ich mich am Ende nochmals motivieren und die restlichen Meter ins Ziel genießen.