, Heregger Bernd

Tokyo Marathon 2025 – Der krönende Abschluss der World Marathon Majors Serie (endlich ein 6 Star Finisher)

Mein einmaliges Ziel, welches ich mir bereits 2019 setzte und 2020 und 2021 durch Covid unterbrochen wurde, war klar: alle 6 World Marathon Majors zu laufen. Am 2. März 2025 war es endlich so weit, der Tokyo Marathon sollte mein letzter fehlender Major, der 6 größten Marathons der Welt, sein. Die Vorfreude war riesig, aber auch der Respekt vor der Herausforderung. In der Zwischenzeit wurde Sydney 2025 als 7. Major aufgenommen. Danach sollen noch Shanghai und Kapstadt folgen.

Die Anreise nach Japan war mit einem 14-stündigen Flug verbunden, die Zeitverschiebung mit dem Jetlag doch sehr ungewohnt, doch die Begeisterung für dieses Rennen zum Abschluss meiner 6-Star-Reise machte mir Mut. Am Tokyo Marathon, der 2025 in seiner 18. Auflage stattfand, kamen 37.785 Läuferinnen und Läufer auf den Straßen der japanischen Hauptstadt ins Ziel. Die Strecke führte vorbei an weltbekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Tokyo Tower, dem Asakusa-Tempel und dem Kaiserpalast, wo das Ziel war. Tausende Zuschauer säumten die Straßen und feuerten uns Athleten an.

Der Äthiopier Tadese Takele sicherte sich in 2:03:23 Stunden den Sieg im Männerrennen und gewann damit erstmals den Tokyo Marathon. Bei den Frauen triumphierte Sutume Asefa Kebede aus Äthiopien mit einer Zeit von 2:16:31 Stunden.

Zum Rennverlauf:

Das Wetter zum Start war perfekt: etwas bewölkt und noch erträgliche Temperaturen, was sich im späteren Verlauf änderte und es doch zu warm für einen Marathon wurde. Der Startschuss fiel und ich musste mich zuerst mit der Masse in Bewegung setzten. Obwohl ich im Startblock C war, war es doch chaotischer als bei all meinen anderen Marathons, da 2:30 mit 4:00 Stundenläufer vermischt waren und nicht wirklich sortiert wurde. Auf den ersten Kilometer bedeutete das einen Zeitverlust vom 1 Minute. Nach 2 Kilometer fand ich dann endlich meinen Rhythmus. Bis Kilometer 20 ging alles noch gut, doch dann stand ich vor der Herausforderung, dass ich aufs Klo musste, was beim Tokyomarathon eine Wundertüte sein kann, da du auch teilweise auf WC’s in den U-Bahnen geschickt wirst. 🤣. Danach war mein Rhythmus gebrochen und ich versuchte nur noch das Ziel zu erreichen. Ab Kilometer 30 plagten mich dann Schmerzen im Oberschenkel. Somit war meine geplante Renneinteilung hinfällig und zu finishen, stand an oberster Stelle.

Die letzten Kilometer waren hart, aber das Wissen, dass ich hier meinen finalen Stern der Majors-Serie erobere, und die Anfeuerungen meiner Eltern, die mich auf dieser Reise begleiten , gaben mir den letzten Kick. Mit einer Zeit von 2:57:20 überquerte ich die Ziellinie und habe somit alle Majormarathons mit sub3 (unter 3 Stunden) erfolgreich beendet. Ein Traum ist wahr geworden: ich bin jetzt ein Six Star Finisher, eine Auszeichnung, die nur denjenigen vorbehalten ist, die alle sechs der renommiertesten Marathonläufe der Welt absolviert haben. Dies sind Boston, Chicago, New York, London, Berlin und Tokyo. Jeder dieser sechs Marathons hatte seine eigenen Herausforderungen, doch Tokyo war ein würdiger Abschluss.

Mit der Six Star Finisher-Medaille um den Hals und unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck endet nun eine große sportliche Reise.