, Heregger Bernd

London Marathon 2025 – Ein kurzer, intensiver Trip mit großem Ziel

Von Freitag bis Montag waren meine Familie und ich – meine Frau und unsere beiden Töchter (Hannah und Lara) – in London. Ein Kurztrip, der es in sich hatte: gleich am Freitag ging es zur Expo, der offiziellen Läufermesse im Exel in London. Dort holte ich meine Startnummer ab, stöberte durch die Stände mit innovativem Laufzubehör und ließ mich von der Vorfreude der anderen Teilnehmer anstecken. Die Atmosphäre war bereits dort einzigartig – man spürte: hier steht etwas Großes bevor.

Der Samstag war dann voll dem Sightseeing gewidmet – von der Tower Bridge, zum 'The View from The Shard', weiter über den Borough Markt zur St.Paul's Cathedral ging es am Nachmittag mit einem Hop-On-Hop-Off Bus weiter zum London Eye. Zürück ging es dann auf der Themse mit dem Uber Boat. Die Stadt präsentierte sich lebendig, historisch und überraschend grün – ein perfekter Einstieg in ein sportliches Wochenende.

Der Sonntag war Marathon-Tag – ein Highlight, dass ich bereits zum 2.Mal erleben durfte. Früh am Morgen ging es in Greenwich los, einem geschichtsträchtigen Stadtteil, wo der Startschuss fiel. Die Strecke des London Marathons ist ein echter Sightseeing-Lauf: vorbei am Cutty Sark, über die legendäre Tower Bridge, durch die futuristischen Hochhäuser in Canary Wharf, am Big Ben, dem Tower of London und schließlich zum Zieleinlauf nahe des St. James’s Park. Die Stimmung? Elektrisierend! Zigtausende Zuschauer sorgten mit Plakaten, Musik und lautem Jubel für echte Gänsehautmomente.

Ein besonderer Moment war das Treffen mit meinem Freund Farell aus den USA, den ich noch vor dem Start getroffen habe – ein kurzer Austausch, ein Lächeln, ein echtes Motivations-Boost.

Der Lauf selbst war eine Herausforderung: Nach dem Sightseeing-Samstag mit fast 25.000 Schritten und über 60 Stockwerke laut meiner Garmin, waren die Beine alles andere als frisch. Trotzdem konnte ich eine starke Leistung abrufen und den Lauf genießen. Meine offizielle Zielzeit: 03:04:25​. Besonders stolz bin ich darauf, das Rennen sehr gleichmäßig gelaufen zu sein – mit Kilometerzeiten meist knapp über 4:15 Minuten.

Nach dem Zieleinlauf war die Freude groß. Gemeinsam mit der Familie wurde gefeiert – erschöpft, stolz und dankbar.

Der London Marathon 2025 war für mich nicht nur ein weiterer sportlicher Meilenstein, sondern auch ein intensives Familienabenteuer und ein emotionales Wiedersehen mit einem Freund. Die Kombination aus großartiger Strecke, historischem Flair und familiärer Unterstützung macht diesen Marathon zu einem unvergesslichen Erlebnis.